Ende 2025 / Anfang 2026 hat Susanne Zander ihre Bibliothek der Kunst- und Museumsbibliothek übergeben. Die Bibliothek spiegelt ihre vielfältigen Interessen und Tätigkeiten im Bereich der Bildenden Kunst wider, insbesondere Art Brut und „Outsider Art“. Gerade in Art Brut und „Outsider Art“ umfasst die Bibliothek zahlreiche Titel, die bisher nicht öffentlich zugänglich waren.
Susanne Zander ist eine ehemalige Galeristin und Kuratorin. Heute ist sie CEO der gemeinnützigen Sammlung Zander.
Schon als Kind kommt sie durch die Sammlung ihrer Eltern, Charlotte und Joseph Zander, mit zeitgenössischer Kunst in Berührung. Durch die Sammlung ihrer Mutter ist sie ebenso mit der damals sogenannten "Naiven Kunst" vertraut. In ihrer Münchner Galerie absolviert sie eine kaufmännische Ausbildung und arbeitet dort anschließend mehrere Jahre.
1988 gründet sie in Köln die Galerie Susanne Zander, in der sie sich auf Art Brut und „Outsider Art“ fokussiert. Dort zeigt sie schon früh in Einzel- und Gruppenausstellungen beispielsweise Arbeiten von Sava Sekulić, Dietrich Orth und den Künstler*innen aus Gugging. Mit ihrer Galeriearbeit verschafft Susanne Zander der bis dahin weitgehend unbekannten Art Brut und „Outsider Art“ Sichtbarkeit. Von Anfang an verortet sie sie in den Kontext der zeitgenössischen Kunst. Zwischen 2000 und 2007 ist sie nicht nur für die Auswahl der teilnehmenden Galerien, sondern auch für die Sonderausstellungen – wie Outsider Fotografie – des Art Brut-Sektors der Messe kunstKÖLN verantwortlich.
Im Jahr 2005 wird Nicole Delmes Mitinhaberin der Galerie; 2016 erfolgt die Umbenennung in Delmes & Zander. Die Aufarbeitung und Bewahrung von Künstler*innennachlässen ist wichtiger Bestandteil der Galeriearbeit. So werden beispielsweise die Archive von Horst Ademeit, Type 42 (Anonymous) und Adelhyd van Bender Teil des Programms. 2018 zieht die Galerie in neue Räume in der Lindenstraße 20–22. Hier können die Künstler*innenarchive dauerhaft zugänglich gemacht werden. Von 2014 bis 2017 betreibt die Galerie eine Dependance am Berliner Rosa-Luxemburg-Platz.
Bis zur Schließung 2021 zeigt sie in über 30 Jahren Galerietätigkeit über 200 Einzel- und Gruppenausstellungen und nimmt an zahlreichen nationalen und internationalen Kunstmessen teil.
Neben der Arbeit als Galeristin ist Susanne Zander auch als Kuratorin tätig. Im Jahr 1999 kuratiert sie gemeinsam mit Claudia Dichter und Udo Kittelmann die Ausstellung Obsession im Kölnischen Kunstverein; 2008 gemeinsam mit Claudia Dichter, Michael Krajewski und Andreas Fischer The Message. Kunst und Okkultismus im Kunstmuseum Bochum und 2022–23 zusammen mit Nikola Dietrich die Ausstellung Game of No Games. Anleitung zum beschwingten Gehen im Kölnischen Kunstverein. Für die vierteilige Ausstellungsreihe Secret Universe im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart in Berlin ist sie zwischen 2011 und 2013 beratend tätig.
Nach dem Tod von Charlotte Zander im Jahr 2014 bringt sie die Sammlung ihrer Mutter in die Gemeinnützigkeit ein und übernimmt die Geschäftsführung. Durch die Sammlungsarbeit soll ein Beitrag zur kunstwissenschaftlichen Kontextualisierung und Neubewertung der sogenannten „Naiven Kunst“ geleistet werden.
Susanne Zander ist zudem Mitherausgeberin zahlreicher Publikationen, wie Bruno Schleinstein, 26 Künstler*innen. Arbeiten aus der Sammlung Zander, Type 42 (Anonymous). Fame is the Name of the Game, Margret. Chronik einer Affäre, The Message: Kunst und Okkultismus und Horst Ademeit – Wohnen in der Strahlenkälte.
Ansprechpartnerin
Dr. Elke Purpus
+49 (0)221/221-22438
elke.purpus@stadt-koeln.de
Heinrich-Böll-Platz / Bischofsgartenstraße 1
50667 Köln
Tel.: 0221/221-2 26 26
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