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Vita
Marlis Katrin Knoblauch

1955                         geboren in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) Ausbildung
1974                         Abitur, Gymnasium Rochlitz
1974-1975                Volontariat Oper Karl-Marx-Stadt (Chemnitz)
1975-1980                Studium der Szenografie Kunsthochschule Berlin-Weißensee Kostümpraktikum am Berliner Ensemble
1980                         Abschluss als Diplom Bühnenbildnerin

Engagements

1980-1990                Engagement als Kostüm- und Bühnenbildnerin an den Städtischen Theatern Leipzig
1990-1993                Engagement am Schauspiel Leipzig
1993-2007                freiberufliche Tätigkeit als Kostüm- und Bühnenbildnerin
1990-2000                Gastdozentin Kostümkunde Hochschule für Musik und Theater Leipzig Fachrichtung Schauspiel
2007-2009                Engagement am Theater der Altmark Stendal als Kostüm- und Bühnenbildnerin
2009-2019                freiberufliche Tätigkeit als Kostüm- und Bühnenbildnerin / Designerin 
                                künstlerische Beschäftigung mit Senioren / Coloristin antiquarischer Drucke
seit 4/2019                freiberufliche Tätigkeit als Kostüm- und Bühnenbildnerin / Designerin

Einzel-Ausstellungen (Auswahl)

1998                         Szenografie, Galerie Kugel Naunhof bei Leipzig
2002                         Kleider machen Leute Leute machen Kleider, Landestheater Detmold Foyers
                                ziehdichausichzehdichan, Alte Börse MD
2006                         Maylis im Wunderland, Stadtgalerie Naunhof bei Leipzig
2009                         MY FAIR THEATER, Galerie Bernau
2012                         Frühstück unterm Eulenbaum, Museum für Thüringer Volkskunde, Erfurt
2013                         Kochen mit Kunst, Stadtbibliothek Gleithain / Sachsen
2014                         roomkugel(n) im mai, Rathaus Naunhof bei Leipzig
2015                         fraumARThe's, Galerie "Girasole" im Rittergut Ehrenberg/Sachsen
2017                         Traumzauber Theaterleben, Heinrich-Hartmann-Haus / Oelsnitz, Erzgebirge
2019                         Sim Sala Peng, Universitätsklinikum Leipzig / Haus 6 Frauen- und Kindermedizin
2020                         Von Ariadne bis Zauberflöte, Kostümentwürfe für die Bühne, Galerie K im Kunsttanker, Leipzig

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)

1986                         11. Kunstausstellung des Bezirks Leipzig, Grassimuseum Leipzig
1999                         Kostümrausch, Alte Feuerwache Berlin-Treptow
2000                         Kostümrausch, Promenaden Hauptbahnhof Leipzig (Presse)
2001                         Kostümrausch, Museum Hanau, Schloß Philippsruhe
2002, 2008               Bild & Szene IV und V, Meiningen Schloß Elisabethenburg

                               Mitgliedschaft
                               Bund der Szenografen

                               Kontakt
                               lebt und arbeitet in Leipzig
                               lisblau@gmx.net / blaulilarot@yahoo.de 

 

Intention

Papier wird lebendig

Schon als Kind begann ich mit dem Um- und Ausbau meines Puppenhauses wie auch mit dem Entwerfen von Puppenkleidung für die DDR-Barbi-Puppen. Außerdem entwarf ich Kleidung für die Ausschneide-Anziehpuppen sowie Faschingskostüme

Hierfür fand ich viel Zustimmung bei meinem begeisterten Publikum von Cousinen und Freundinnen. Mein wachsendes Interesse an künstlerischem Arbeiten begleitete mich ständig während meiner Schulzeit und führte letztlich zum Studium der Szenografie und zu meinem Beruf als Kostüm- und Bühnenbildnerin.

Für die Arbeit als Bühnen-Künstlerin gehört neben den künstlerischen Fähigkeiten vor allem ein Einfühlen in das von der Regie gewählte Bühnenstück, vor allem der Austausch mit allen daran Beteiligten über die ganze Zeit des Entstehens hinweg.

Theaterarbeit ist immer ein Prozess, hierbei ist es erforderlich, diese Entstehungszeit ständig zu begleiten, Änderungsvorschläge aufzunehmen und meine Arbeit daraufhin anzupassen. Denn alles wirkt zusammen: Bühne und Kostüme sollen die Idee des Regisseurs widerspiegeln und durch meine Ideen glücklich ergänzt werden, in dem zunächst maßstabgerecht erstellten Bühnenmodell. Diese Arbeit wird in den Theaterwerkstätten ausgeführt in allen Gewerken, wie der Tischlerei, der Schneiderei…

Von Beginn an gilt mein Hauptaugenmerk den Kostümzeichnungen, sie sollen das sichtbar machen, was die einzelnen Schauspiel-Figuren verkörpern wollen. Wichtig ist, dass dabei meine grafische Vorstellung weiterhin meinem Anspruch gerecht wird. Das heißt, neben der Gesamtheit des Theaterstücks entsteht so ein eigenständiges bildkünstlerisches Werk.

Das zeigt sich in meinen zahlreichen Einzelausstellungen wie Ausstellungsbeteiligungen aus meiner Theater-Arbeit. So lebt die Theaterwelt auch außerhalb der eigentlichen Wirkungsstätte fort und trifft auf Interesse. Als Kostüm- und Bühnenbildnerin kann ich meine Ideen vom Papier in die Wirklichkeit bringen, sie lebendig werden lassen. Ich kann mit der großen Fülle an Materialien aller Art schwelgen, zudem mich auf die Suche begeben, an ungewöhnlichen Orten interessante Requisiten finden, alltägliche Dinge verfremden.

Jede Bühnengestaltung ist von vornherein - auch wenn es zu einer Wiederholung kommen sollte - ein immer wieder neues spannendes Ereignis. Diese Offenheit des Theatergeschehens mit seinen Veränderungen, auch reagierend auf zeitgeschichtliche Belange, zeigt damit die Besonderheit und Nähe zu seinem Publikum, gerade in unserer Zeit heute.

Mit der Wahl meines Berufes einer Kostüm- und Bühnenbildnerin ist für mich somit tatsächlich mein Kindertraum wahr geworden. Ich gehe in jede neue Aufgabe mit der gleichen Neugier, Spannung und dem gestalterischen Willen und Begeisterung an dem kreativen Tun hinein und stelle mich den Herausforderungen, die auf mich zukommen.

Im besten Falle spürt das Publikum beim Theaterbesuch diese Begeisterung, lässt sich intensiv darauf ein und entdeckt wieder kindliche Spielfreude in sich selbst. Die Ausstellungen wiederum sind vor allem für die Schüler, die sie im Rahmen ihres Kunstunterrichts besuchen, wie ich es erleben konnte, ein Weg in das

Marlis Katrin Knoblauch

 


 
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