Ausstellung vom 10. Mai bis zum 15. Juni 2014
Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (Heinrich-Böll-Platz/Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln)
Öffnungszeiten: Di-Do 10-21.00 Uhr, Fr-So 10-18.00 Uhr, Mo 14-21.00 Uhr
Ausstellungseröffnung: Freitag, den 9. Mai 2014, um 19.00 Uhr
Veranstaltung zur Eröffnung: Interview mit und Performance von Eva Wal
Ausstellungsdauer: 10. Mai bis 15. Juni 2014
Die Kunst- und Museumsbibliothek zeigt vom 10. Mai bis zum 15. Juni 2014 die Ausstellung „Eva Wal - MÄANDER, Verschlungene Wege mit Wort und Schrift".
Ein Fluss verläuft in Schleifen und Schlaufen.
Er schiebt und drückt sich durch die ihn umgebende Landschaft; sein Bett ist aktiv, zwischen seinen Schlaufen erheben sich Berge. Gebiete im Flusstal werden überschwemmt oder verlanden, Verbindungen zwischen den Flussarmen sterben ab oder entstehen neu: der Fluss-Mäander und seine Umgebung bilden eine Landschaft, in der alles mit allem in Verbindung und lebendigem Austausch steht.
In diesem Sinne verstehe ich mein Werk als Mäander eines Sprachflusses durch mein Leben; eine sich schlängelnde Linie im Fluss der Zeit.
In meinem Werk ist das Wort Keimzelle, die Sprache poetischer Kern. Text und Schrift entwickeln sich daraus, wachsen, wuchern, fließen und suchen ihre Formen: Multimediale Inszenierung, Installation, Video, Performance, Klang…. Schriftgrafik, Buch, Edition, Unikat, Künstlerbuch, Objekt.
In dieser Ausstellung zeige ich erstmals meine poetischen und grafischen Arbeiten mit Schrift, konzentriert auf Buchformen, aber auch einige Objekte.
Erstmals in Deutschland ist dabei eine tagebuchartige Sammlung von „Gedichten auf Pflanzenblättern“ („poemas a las hojas“) zu sehen, die auf einer Reise durch Ecuador, Peru und Bolivien im Jahr 2008 entstand.
Als „Flussbett“ dieser Werkschau könnte ich die Sammlung meiner Editionen bezeichnen. Seit dem Jahr 2006 produziere ich für jedes Quartal eine handgebundene Edition im Querformat 20 x 14 cm in kleiner Auflage. Dazu kommen einige Sondereditionen – so gibt es bis zum Ende des Jahres 2013 insgesamt 36 Editionen.
Gedichte, die in der entsprechenden Zeit entstanden, oft liedhafte Verse, aber auch epische und prosaische Texte, korrespondieren mit Schrift- oder anderen Grafiken.
Meine Schriftgrafiken beziehen sich ausschließlich auf meine eigenen Gedichte; sie sind Formen oder „Texturen“, die aus dem jeweiligen Gedicht und seinem Klang entstehen.
Dabei schreibe ich in verschiedene Richtungen, von links nach rechts, von rechts nach links, von oben nach unten, von unten nach oben, oder im Kreis. Die Schriftlinien verwebe ich zu Formen, Schleifen und Schlaufen: Mäander.
Eva Wal, Februar 2014
Heinrich-Böll-Platz / Bischofsgartenstraße 1
50667 Köln
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